Padel lernen: ein Trainingsplan für deine ersten Wochen
Der erste lange Ballwechsel macht Lust auf mehr. Damit aus diesem Gefühl Fortschritt wird, hilft ein kleiner Plan: ein Thema üben, im Spiel ausprobieren und beim nächsten Mal daran anknüpfen. Du musst nicht alle Schläge auf einmal lernen.
Das hilft dir auf dem Court
Wenn es in deinen Alltag passt, kombiniere pro Woche eine gezielte Übungseinheit mit einem lockeren Match. Beginne mit Aufschlag, Return und ruhigen Ballwechseln. Danach kommen gemeinsames Bewegen, Glas und der kontrollierte Weg ans Netz.
- Ein Schwerpunkt
- pro Einheit etwas bewusst üben
- Vier Bausteine
- im eigenen Tempo wiederholen
- Auch spielen
- das Gelernte im Doppel ausprobieren
Woche 1: den Ball gemeinsam im Spiel halten
Stellt euch gegenüber hinter die Aufschlaglinien und spielt Vorhand und Rückhand mit wenig Tempo. Versucht zunächst fünf gemeinsame Kontakte. Nach einem Fehler beginnt ihr neu; wird es leicht, erhöht ihr das Ziel auf zehn.
Übt anschließend je zehn Aufschläge und Returns mit großen Zielzonen. Am Ende spielt ihr kurze Doppel-Punkte. So lernt ihr Zählen und Aufstellung gleich mit. Die Kontaktzahlen sind Übungsziele, keine Prüfung.
Woche 2: als Paar bewegen
Startet zu viert mit einem Paar hinten und einem vorne. Das vordere Paar spielt kontrolliert zu, das hintere sucht einen Lob, der Zeit zum Vorrücken gibt. Stoppt eure Vorwärtsbewegung rechtzeitig vor dem gegnerischen Schlag.
Nach fünf Punkten tauscht ihr. Besprecht nur eine Frage: Waren wir beim nächsten Ball beide bereit? Ein ruhiger Volley in die Mitte ist dabei ein gutes erstes Ziel.
Vom ruhigen Zuspiel zum gemeinsamen Vorrücken
Zwei Bausteine des Plans: erst den Ball halten, dann den passenden Moment zum Vorrücken erkennen. Die Kontaktzahlen sind veränderbare Übungsziele.
- A–D: Spielende
- Ballweg
- Laufweg
- Zielzone
- Umriss: mögliche nächste Position
Woche 1: fünf Kontakte zusammen
A und B starten hinter den Aufschlaglinien. Die Zielfläche lässt bewusst viel Abstand zu den Wänden.
- Spielt langsam und lasst den Ball in dieser Übung jeweils einmal aufspringen.
- Zählt fünf gemeinsame Schlägerkontakte. Nach einem Fehler beginnt ihr wieder bei null.
- Gelingt das entspannt, versucht zehn. Danach übt ihr je zehn Aufschläge und Returns mit großen Zielen.
Woche 2: nur mit Zeit nach vorne
A spielt einen hohen Lob Richtung hintere Zielfläche. Die gestrichelten Wege sind eine Möglichkeit, keine automatische Folge.
- A und B prüfen, ob der Lob die Gegner wirklich zurückdrängt. Bei einem kurzen Lob bleiben sie zur Verteidigung bereit.
- Nur wenn genug Zeit entsteht, rücken beide gemeinsam vor. Vor dem gegnerischen Schlag bremsen und spielbereit werden.
- Nach fünf Punkten tauschen die Paare. Fragt euch: Waren wir beide für den nächsten Ball bereit?
Draufsicht: Die Pfeile zeigen die Richtung, nicht die Flughöhe oder Geschwindigkeit. Positionen und Zielzonen sind Beispiele – passe sie an den Ball und euer Niveau an.
Woche 3: Vertrauen zum Glas aufbauen
Eine Person spielt zehn langsame Bälle auf die Rückwand der anderen. Lass den Ball nach dem Aufsprung ans Glas, schaffe Platz und spiele vor dem zweiten Aufsprung ruhig zurück. Danach wechselt ihr die Rollen.
Gelingt das entspannt, mischt kurze Bälle darunter, die vor der Wand gespielt werden müssen. So übst du die Entscheidung mit. Doppelglas und schnelle Angriffe nach der Wand dürfen warten.
Woche 4: im Match ausprobieren
Spielt ein lockeres Doppel mit einem gemeinsamen Ziel: den passenden Moment für einen Lob erkennen oder nach dem Aufschlag bereit für den ersten Volley sein. Haltet nach einigen Spielen kurz fest, was besser klappt.
Die vier Wochen sind ein Vorschlag, kein Versprechen. Wiederhole einen Baustein, wenn du mehr Zeit brauchst, und passe Umfang und Pausen an dich an. Freude am Spiel ist ein guter Grund, dranzubleiben.
Training finden, das zu dir passt
Eine Schnupperstunde hilft, den Coach und die Gruppe kennenzulernen. Frag nach Gruppengröße, Sprache, Voraussetzungen, Leihmaterial und dem Schwerpunkt der Stunde. Einzelstunden bieten gezieltes Feedback; Gruppen bringen unterschiedliche Spielsituationen.
Ein guter Kurs schaut auf dein aktuelles Spiel und gibt dir wenige verständliche Aufgaben. Die FIP Academy bietet Trainerbildung, die APU ein Trainerverzeichnis und Kursbeispiele. Daraus folgt keine bestimmte Qualifikation eines einzelnen Angebots – frag konkret nach.
Jetzt selbst ausprobieren
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Zu den Tipps und Quellen
Die verlinkten Quellen bilden die Grundlage dieses Guides. Für offizielle Regeln gilt das jeweilige Verbandsregelwerk.
Die Übungen sind eigene Vorschläge: Passt Dauer, Zählweise und Schwierigkeit an euer Können an. Persönliches Feedback bekommt ihr im Training.
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Verwendete Quellen ansehenTrainer-Ausbildung und österreichische Formate
Dieser Vier-Wochen-Plan ist ein redaktioneller Übungsvorschlag, kein offizieller FIP-Lehrplan. Die Verbandsquellen helfen bei der Suche nach Ausbildung und Unterricht; ältere Workshops zeigen Formate, keine aktuellen Buchungsplätze.
Redaktionell geprüft am 14. Oktober 2026